Uznaberg AG, Kraftwerk Uznaberg

Das Kraftwerk Uznaberg besteht seit 1833. Ursprünglich wurde es zum Antrieb von Spinnereimaschinen genutzt. Anfang des 21. Jahrhunderts beschloss die Uznaberg AG, die veralteten Anlagen zu sanieren und für die Stromproduktion weiter zu nutzen.

ESATEC realisierte die Kraftwerkssteuerung und die Elektroinstallationen. Für die drei Standorte Fassung Ranzach, Ausgleichsbecken Burgerweiher und die Kraftwerkszentrale beinhaltete dies:

Hardwareengineering für

  • Leittechnikschränke, den Eigenbedarf AC/DC und die Haustechnik sowie die Verbindungen zu den Aktoren/Sensoren am Prozess
  • Energieableitung ab dem Generator bis zur nächsten Trafostation
  • Energieversorgung von Fassung und Ausgleichsbecken ab der Zentrale mittels Transformatoren 400/950 V resp. 950/400 V

Softwareengineering für

  • Maschinensteuerung (Bedienhoheiten, Start-/Stoppautomatik, Einzelaggregat-Handsteuerung, Not-/ Schnellschluss, mechanischer Schutz usw.)
  • Turbinenregler für 6-düsige Peltonturbine mit Algorithmen für Drehzahl-, Niveau-, Leistungs-, Abflussregulierung
  • Wasserhaushaltsautomatik für die Bewirtschaftung von Fassung und Ausgleichsbecken unter Berücksichtigung von Zufluss, Niveaus, Produktion, Schwall-/Sunk-Vorgaben usw.
  • Steuerungen für Schützen, Pumpen, Rechenreinigung usw. bei Fassung und Ausgleichsbecken

Dokumentation

  • Erstellen der gesamten Dokumentation für die Schaltschränke und die Prozessanbindung mittels CAE-System
  • Festlegung der KKS-Bezeichnungen aller Komponenten und Systeme (auch für Drittlieferanten)

Lieferungen

  • Leittechnik- und Eigenbedarfsschränke für Fassung, Ausgleichsbecken und Kraftwerkszentrale
  • Durchflussmessung sowie Sonden für Niveaumessung und Sanddetektion
  • Material für Haustechnik
  • Videokameras bei Fassung und Ausgleichsbecken

Montage und Inbetriebnahme

  • Montage aller Schränke und Komponenten
  • Niederspannungs-, Steuer- und LWL-Verkabelung
  • Vorprüfung und funktionelle Inbetriebnahme aller Komponenten und Systeme

Die erneuerte Kraftwerksanlage ging im Frühjahr 2015 in Betrieb. Durch die umfangreichen Modernisierungsarbeiten ist die Anlage zum Bezug der KEV berechtigt und es wurde eine deutliche Produktionserhöhung erzielt.